Freitag, Juni 08, 2012

Auslastungsplanung - Oder die Kunst des Managements Managementaufgaben zu delegieren.

Klar, wer Sack voll Berater hütet und diese zu Geld machen möchte muss wissen, wer wo wieviel ausgelastet ist, und dementsprechend eine Auslastungsplanung (und damit Umsatzplanung aufstellen). Dies geschieht auch gerne mittels Excel; soweit alles ok.

 

In Regelmäßigen Abständen kommen dann Emails wie: „unsere GL benötigt aufgrund der unter Budget liegenden Umsatzzahlen eine detaillierte Auslastungsplanung“ gefolgt von der Bitte, jeder möge doch sein Auslastung in das beigefügte Excel eintragen.

 

Das System ist einfach: Aus des Beraters Erfahrung, wie lange Dinge einfach brauchen, wird über die Wahl des richtigen „Hebels“ (Excel) also Umsatz(erwartung). Die Zahlen werden aggregiert, hochgerechnet, verteilt, und noch ein Sicherheitsfaktor draufgerechnet und dann an die Holding oder den Investor gemeldet. Und der freut sich, ob der glänzenden Erwartung. Das Ganze wird monatlich gemacht und weil das Excel inzwischen eine beträchtliche Komplexität erreicht hat stehen die aktuellen Zahlen um den 15. herum zur Verfügung.  Gerade rechtzeitig mit dem Monatsabschluss und der verehrenden Planabweichung im letzten Monat. Das geht dann ein paar Monate so und dann ist klar: monatlich ist viiieeel zu lang; ein wöchentliches Reporting muss her.

 

Und so trägt der Berater also brav jeden Freitag seine geplante Arbeits- und Abwesenheit in Excellisten, schreibt in selber Manier Statusberichte über Fortschritt, Arbeitsergebnisse und Projektrisiken, bewertet wöchentlich den Status seiner Projekte mit grün, in der Gewissheit, dass ja eh niemand drauf schaut, geschweige denn sich darum kümmert. Falls doch beugt die Verwendung eines gelegentlich eingestreuten „gelb“ unliebsame Fragen vor (rot muss gänzlich vermieden werden, da es lediglich karrierehemmende Aufmerksam erregt (Management Attention), jedoch keinerlei Eskalationsmechanismus in Gang setzt).  

 

Das Management hat es also geschafft auch den letzten Rest Managementaufgaben an die Mitarbeiter zu delegieren. Nur eines schafft es nicht: sich selbst wegoptimieren!

 

Mahlzeit

 

Donnerstag, April 19, 2012

Kuuhl

Da steht er nun, der Schwabe, der Gingen an der Brenz so gerne als Kuhdorf bezeichnet, weil er selbst aus einer echten Stadt kommt, und staunt über Prenzlauer Berg, wie wohl das Großstadtkind über seine erste Begegnung mit einer echten Kuh auf einer echten Wiese staunt....

Mittwoch, April 18, 2012

Berlin ist wenn man trotzdem lacht

Der Schwabe bleibt ja bekanntlich am liebsten zuhause (ausser die Biberacher, die findet man überall). Dementsprechend googele der Schwabe das billigste Hotel und reist mit den höchsten Erwartungen an. Zu bieten hat Berlin ja allerhand. Z.B die Aussicht auf die geziegelte Hinterhofwand (dann hatte man Glück und der ganze Putz ist schon abgefallen). Interessanterweise findet sich diese Konzept immer häufiger im Zimmer und wird als „Design“ oder „mordern eingerichtet“ bezeichnet. Faszinierend, weil für den Provinzler völlig undurchschaubar sind auch die Getränkepreise. Während man auf der Schwäbischen Alb eindeutig von der Fassade einer Gaststätte auf den Bierpreis schliessen kann, versagt diese hart erarbeitet Überlebenstechnik der rauen Alb in Berlin vollkommen. Ähnliches beim Essen. Keine Chance in Prenzlauer Berg annähernd gutbürgerlich-schwäbisch zu bekommen. Und was dr Baur ett kennt frisst r ett. Do bleib i doch lieba dahoim.

Mahlzeit….

Dienstag, April 17, 2012

uff dr schwäbsche Einsebahna

Wollt a moal ein Städter fahrn....
Es ist nicht zu glauben, dass ein Unternehmen, das ein Netz von Hochgeschwindigkeitszügen mit Neigetechnik unterhalten und ganze Bahnhöfe unter der Erde verschwinden lassen kann, regionale Streckennetze unterhält die an Zugfahren kurz nach seiner Erfindung erinnert. 
Aber vielleicht besser so, als wenn man sich vorstellt in einem Regionalexpress von Kaufbeuren nach Füssen bei Tempo 250 zu sitzen. Der droht gefühlt nämlich bereits ab einer Geschwindigkeit von 30 aus den Gleisen zu hüpfen. Insofern hätte das arme Zieglein heutzutage sogar ein reelle Chance.
Mahlzeit…