Klar, wer Sack voll Berater hütet und diese zu Geld machen möchte muss wissen, wer wo wieviel ausgelastet ist, und dementsprechend eine Auslastungsplanung (und damit Umsatzplanung aufstellen). Dies geschieht auch gerne mittels Excel; soweit alles ok.
In Regelmäßigen Abständen kommen dann Emails wie: „unsere GL benötigt aufgrund der unter Budget liegenden Umsatzzahlen eine detaillierte Auslastungsplanung“ gefolgt von der Bitte, jeder möge doch sein Auslastung in das beigefügte Excel eintragen.
Das System ist einfach: Aus des Beraters Erfahrung, wie lange Dinge einfach brauchen, wird über die Wahl des richtigen „Hebels“ (Excel) also Umsatz(erwartung). Die Zahlen werden aggregiert, hochgerechnet, verteilt, und noch ein Sicherheitsfaktor draufgerechnet und dann an die Holding oder den Investor gemeldet. Und der freut sich, ob der glänzenden Erwartung. Das Ganze wird monatlich gemacht und weil das Excel inzwischen eine beträchtliche Komplexität erreicht hat stehen die aktuellen Zahlen um den 15. herum zur Verfügung. Gerade rechtzeitig mit dem Monatsabschluss und der verehrenden Planabweichung im letzten Monat. Das geht dann ein paar Monate so und dann ist klar: monatlich ist viiieeel zu lang; ein wöchentliches Reporting muss her.
Und so trägt der Berater also brav jeden Freitag seine geplante Arbeits- und Abwesenheit in Excellisten, schreibt in selber Manier Statusberichte über Fortschritt, Arbeitsergebnisse und Projektrisiken, bewertet wöchentlich den Status seiner Projekte mit grün, in der Gewissheit, dass ja eh niemand drauf schaut, geschweige denn sich darum kümmert. Falls doch beugt die Verwendung eines gelegentlich eingestreuten „gelb“ unliebsame Fragen vor (rot muss gänzlich vermieden werden, da es lediglich karrierehemmende Aufmerksam erregt (Management Attention), jedoch keinerlei Eskalationsmechanismus in Gang setzt).
Das Management hat es also geschafft auch den letzten Rest Managementaufgaben an die Mitarbeiter zu delegieren. Nur eines schafft es nicht: sich selbst wegoptimieren!
Mahlzeit